Am Wegesrand :
Schicke Scheune in Ressen / Niederlausitz. Näheres ist erstmal nicht bekannt. Ganz phantastisch finde ich hier die farbliche und größenmäßige Anordnung der gespaltenen Steine. So wie es aussieht, war die Bruchsteinwand von vornherein als Sichtmauerwerk geplant. Das deutet auf ein nicht allzu hohes Alter hin...
Donnerstag, 11. Juli 2013
Mittwoch, 10. Juli 2013
Das Moertelproblem
Das Moertelthema beschaeftigt mich seit Jahren. Eigentlich eine triviale Sache, sollte man denken, aber je mehr man darueber hoert und liest, desto mehr Meinungen geistern durch den Raum. Drei Experten - vier Meinungen. Oder so. Es scheint einen regelrechten Glaubenskrieg um die Frage zu geben, welcher Moertel denn der 'richtige' ist. In meinem konkreten Fall sieht die ganze Sache wie folgt aus: die Wand, um die es gerade geht, wird spaeter einmal eine Innenwand sein und sowieso verputzt werden. Witterungsbestaendigkeit ist kein Thema. Druckfestigkeit ist ebenfalls nicht das ausschlaggebende Argument. Die Wand ist 60cm dick und traegt im Wesentlichen nur sich selbst. Selbst mit lediglich einem halben MPa Druckfestigkeit ist bequem ein Mehrfaches der benoetigten Festigkeit zu erzielen. Mir geht es in erster Linie um eine gewisse Authentizitaet und um Langzeithaltbarkeit. Zement verbietet sich von selbst, dazu lass icb mich spaeter bestimmt noch ausfuehrlich aus. Das, was ich bislang an gut erhaltenem historischen Mauerwerk gesehen habe, war mit irgendeiner Form von Kalk- oder Lehmmoertel vermauert worden. Gar nicht so selten wurde offenbar mit Lehm gemauert und nur die Verfugung und / oder der Putz mit Kalkmoertel hergestellt.
Die Frage nach geeignetem Kalkmoertel taucht in vielen Foren auf, die Antworten verwirren aber oft mehr, als dass sie zur Klaerung beitragen. Fertiggemische kommen nicht in die Tuete, die gabs frueher auch nicht. Sie moegen ihre Vorteile haben, keine Frage, fuer mich kommen sie nicht infrage. Zement in jeglicher Quantitaet ist auch schon mal raus. Was bleibt, ist in der Regel Weisskalkhydrat, der vielbesprochene Sumpfkalk und dessen Rohfassung, der Branntkalk, auch Brandkalk oder Stueckkalk gerufen. Weisskalkhydrat gibt's im Baumarkt. Nicht ganz billig, aber problemlos. Die anderen Geschichten sind zumindest in meiner Gegend nicht so ohne Weiteres zu bekommen, zumindest nicht fuer Betraege, die fuer solche Spielereien vertretbar waeren. Irgendwo hab ich mal die Idee aufgeschnappt, einfach Weisskalkhydrat einzusumpfen. Ich nenn es einfach mal einsumpfen, vielleicht ist dieser Terminus in diesem Zusammenhang nicht ganz korrekt. Die Idee hat Charme, finde ich...
Die Frage nach geeignetem Kalkmoertel taucht in vielen Foren auf, die Antworten verwirren aber oft mehr, als dass sie zur Klaerung beitragen. Fertiggemische kommen nicht in die Tuete, die gabs frueher auch nicht. Sie moegen ihre Vorteile haben, keine Frage, fuer mich kommen sie nicht infrage. Zement in jeglicher Quantitaet ist auch schon mal raus. Was bleibt, ist in der Regel Weisskalkhydrat, der vielbesprochene Sumpfkalk und dessen Rohfassung, der Branntkalk, auch Brandkalk oder Stueckkalk gerufen. Weisskalkhydrat gibt's im Baumarkt. Nicht ganz billig, aber problemlos. Die anderen Geschichten sind zumindest in meiner Gegend nicht so ohne Weiteres zu bekommen, zumindest nicht fuer Betraege, die fuer solche Spielereien vertretbar waeren. Irgendwo hab ich mal die Idee aufgeschnappt, einfach Weisskalkhydrat einzusumpfen. Ich nenn es einfach mal einsumpfen, vielleicht ist dieser Terminus in diesem Zusammenhang nicht ganz korrekt. Die Idee hat Charme, finde ich...
Ein aussichtsloser Fall?
Zum Rumprobieren haben wir ein Testobjekt auserkoren. Wenn dort etwas schiefgeht, ist das kein Drama, schlimmer kann es nicht werden.
Das Gebäude ist eine alte Scheune in schlimmem Zustand. Die schönen fünfstichigen Korbbögen der Tordurchfahrt wurden irgendwann mal rausgebrochen und später dann wurde die Scheune, da nicht mehr genutzt, sich selbst überlassen. Rechts der Durchfahrt ist das Gemäuer so nach und nach weggebröckelt, vermutlich duch ständige Vernässung im Zusammenhang mit Versalzung im Sockelbereich und den daraus resultierenden Frost- und Ausspülschäden. Zum Glück ist das, was noch steht, statisch dermaßen überdimensioniert, daß das Dach noch getragen wird und man durchaus noch von einem Gebäude sprechen kann. Wie auch immer... Das stehengebliebene Pfeilerimitat auf der linken Seite trägt (zusammen mit dem nicht zu sehenden Holzstempel dahinter) den Torsturz und Fußpfette des Dachstuhles. Das kompliziert das Gebastel ein wenig. Eine saubere Lösung wäre es, den Pfeiler abzutragen und das Stück Wand komplett neu aufzumauern. Aufgrund der knappen zeitlichen Resourcen (Wochenendprojekt) und der Abstützproblematik lassen wir es mal auf den Versuch ankommen, dieses Stück stehenzulassen und das neue Gemäuer anzusetzten.
Das Gebäude ist eine alte Scheune in schlimmem Zustand. Die schönen fünfstichigen Korbbögen der Tordurchfahrt wurden irgendwann mal rausgebrochen und später dann wurde die Scheune, da nicht mehr genutzt, sich selbst überlassen. Rechts der Durchfahrt ist das Gemäuer so nach und nach weggebröckelt, vermutlich duch ständige Vernässung im Zusammenhang mit Versalzung im Sockelbereich und den daraus resultierenden Frost- und Ausspülschäden. Zum Glück ist das, was noch steht, statisch dermaßen überdimensioniert, daß das Dach noch getragen wird und man durchaus noch von einem Gebäude sprechen kann. Wie auch immer... Das stehengebliebene Pfeilerimitat auf der linken Seite trägt (zusammen mit dem nicht zu sehenden Holzstempel dahinter) den Torsturz und Fußpfette des Dachstuhles. Das kompliziert das Gebastel ein wenig. Eine saubere Lösung wäre es, den Pfeiler abzutragen und das Stück Wand komplett neu aufzumauern. Aufgrund der knappen zeitlichen Resourcen (Wochenendprojekt) und der Abstützproblematik lassen wir es mal auf den Versuch ankommen, dieses Stück stehenzulassen und das neue Gemäuer anzusetzten.
Dienstag, 9. Juli 2013
Ein Gedanke noch fuer heute..
Spaet schon, aber das kann noch raus: eine feine Idee, so ein Blog! Hatte bis jetzt nix damit am Hut, hab nicht mal welche gelesen. Aber als Gedankenstuetze eigentlich eine Superidee. Das Telefon hat man sowieso meist irgendwo in der Naehe, und wenn einem etwas durch den Kopf schiesst oder ein interessantes Motiv vor den Lauf kommt, dann ab damit ins grosse Netz... Dort sammelt sich dann mit der Zeit all das an, was sonst wieder im Strudel des Vergessens abhanden gekommen waere. So denn: los geht's!
Es funktioniert!
Gut, der Anfang ist gemacht. Ich weiss jetzt, wie es funktioniert. Die fehlenden Umlaute sind der eingestellten Tastatur geschuldet. Die voreingestellte auf diesem Smartphone hatte so kleine Tasten, meine Daumen sind einfach zu gross dafuer gewesen. Die jetzige hat schoene grosse Tasten, aber das Dilemma wird jedem einleuchten: wenn die Tasten schoen gross sein sollen und man auch etwas von der Schreibflaeche sehen will, dann geht das zu Lasten der Tastenanzahl. Ist ja aber eigentlich nicht das Thema. Andererseits: es ist mein Blog, ich kann hier schreiben, was ich will..
Das Foto zeigt die Ecke eines Turmes, der von der Blankenburg in Wolfshagen noch uebrig ist. Die Mauer hat ein Loch, leider ist ein Gitter davor. Ich waer gerne mal hochgestiegen. Ich bin immer mal versucht, durch intensives Anstieren alter Mauerreste zu irgendwelchen Erkenntnissen zu gelangen, aber das ist gar nicht so einfach.
Das Foto zeigt die Ecke eines Turmes, der von der Blankenburg in Wolfshagen noch uebrig ist. Die Mauer hat ein Loch, leider ist ein Gitter davor. Ich waer gerne mal hochgestiegen. Ich bin immer mal versucht, durch intensives Anstieren alter Mauerreste zu irgendwelchen Erkenntnissen zu gelangen, aber das ist gar nicht so einfach.
Ein Anfang
Folgen wir der Spur der Steine! Gemaeuer aus Feld- oder Bruchstein sind selten geworden. Heute bewundert man sie, in frueheren Zeiten waren sie oftmals ein Zeichen von Armut. Wer es sich leisten konnte, baute mit Ziegeln, verputzte sein Haus oder nahm gleich ganz andere, 'edlere' Materialien. Wo immer ich auf alte Feldsteinmauern treffe, muss ich kurz innehalten und Fotos davon machen. Irgendwann baue ich mir selbst ein paar Bauwerke aus Feldstein. Bis dahin gilt es aber, sich ein bisschen mit der Materie zu beschaeftigen, damit es kein murks wird. Und ein wenig rumzuprobieren, getreu dem Motto ' Das erste Haus baue fuer einen Feind, das zweite fuer einen Freund und das dritte fuer dich selbst!' ...
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